REVIEW: MikroElektronika Mini-32

Mini-32Beim Mini-32 Board von Mikroelektronika handelt es sich um ein Entwicklungsboard für PIC-32 Mikrocontroller. Es hat 40 Pins und den Footprint eines 40-poligen DIL-Gehäuses. Diese Eigenschaft macht es besonders interessant um dieses als Prototyping Board auf Steckbrettern einzusetzen. Ein weiterer Vorteil ist, dass Werkseitig bereits ein Bootloader integriert ist, damit man keinen Programmer wie z.B. PICKIT 3 benötigt.

Handhabung

Mini-32Das Board machte einen guten Eindruck auf mich und bestellte es sogleich. Natürlich sah ich mir nur die Hardware-Voraussetzungen an und machte mir zu diesem Zeitpunkt noch keine Gedanken darüber ob das Board auch unter MPLAB programmierbar ist. Als ich das Mini-32 dann letztendlich bekam versuchte ich sofort dieses mit MPLAB zu programmieren. Egal welche Einstellungen ich verwendete, das Programm wollte nicht funktionieren.

Kompatibilität mit MPLAB

Ich versuchte natürlich den Fehler zu finden, zusätzlich auch mithilfe der Foren von lg-mikroe-mini-32-boardMikroElektronika und EEVblog. In der Zwischenzeit versuchte ich das Board mit der IDE von MikroElektronika zu programmieren und zu meiner Verwunderung klappte dies auf Anhieb. Es stellte sich heraus, dass MikroElektronika keinen Support anbietet wenn deren Hardware nicht mit deren Software zusammen verwendet wird. Da die Software in MPLAB mittels Simulator ohne Probleme funktionierte, musste ich annehmen, dass die Zuweisung des Speichers in MPLAB nicht mit dem integrierten Bootloader zusammen funktioniert. Die Speicherzuordnung herauszufinden und zu ändern war mir dann aber doch zuviel und ich entschied mich dazu das Board nicht weiter zu verwenden. Die logische Lösung ist wohl die Software von MikroElektronika zu verwenden. Leider ist dies jedoch nicht möglich da sie keine MAC Software anbieten und ich nicht in einer virtuellen Maschine arbeiten will.

Fazit

Meiner Meinung nach sind Entwicklungsbords dazu da den entsprechenden µC bzw. die Mikrocontrollerfamilie kennen zu lernen um in weiterer Folge eigene PCBs mit diesen Controllern zu entwerfen. Microchip bietet mit MPLAB eine gute Software um diverse Projekte umzusetzen. Da diese leider nicht kompatibel sind ist das Entwicklungsboard für mich nutzlos. Eine Möglichkeit das Board trotzdem zu verwenden ist dieses mit einem Programmer/Debugger wie z.B. dem PICKit 3 zu programmieren. Eine gute Alternative zum Mini-32 ist das Microstick 2 Board von Microchip welches ziemlich die gleichen Voraussetzungen erfüllt jedoch mit MPLAB kompatibel ist da es direkt von Microchip entwickelt wurde.

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